Sanierung einer Villa in Königstein
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Villa aus den frühen 1960er-Jahren, die in markanter Hanglage in Königstein erbaut wurde. Das bestehende Gebäude umfasste ein Gartengeschoss, ein Erdgeschoss und ein Dachgeschoss, die in versetzten Ebenen angeordnet waren. Im Zuge der umfassenden Sanierung wurde das Haus vollständig entkernt und einer modernen, offenen Neugestaltung unterzogen – ein klassisches Beispiel für Bauen im Bestand.
Der Entwurf für die Neustrukturierung stammt vom Architekturbüro LaborWeltenbau. Die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung erfolgten in Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekten Andreas Brehm.
Die ursprünglichen Grundrisse wurden vollständig neu organisiert. Durch den Rückbau großer Teile des Bestands entstanden großzügige, lichtdurchflutete Räume mit klarer, offener Struktur – ein gezielter Schritt zur Bestandsveredelung. Neben der räumlichen Neugliederung wurden das Dach, sämtliche Fenster, Hausinstallationen sowie die Fußboden- und Wandbeläge erneuert. Damit erfolgte eine vollständige Modernisierung des Gebäudes im Sinne einer hochwertigen und zukunftsfähigen Sanierung.
Im Dachgeschoss entstand ein ruhiger Arbeitsbereich mit Büro und Besprechungsraum, der separat über eine markante Innentreppe vom Eingangsbereich erschlossen wird. Das Erdgeschoss dient als gemeinschaftlicher Wohnbereich, während die privaten Räume im Gartengeschoss untergebracht sind – klar gegliedert, funktional und dem Hangverlauf angepasst.
Ein besonderes architektonisches Merkmal bilden die vorgelagerten Terrassen, die sich über alle drei Ebenen erstrecken. Sie schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum und bieten einen spektakulären Ausblick über das Tal von Königstein. Die großzügige Verglasung an der Westfassade verstärkt diese Offenheit und verbindet das Innere mit der Natur – ein gestalterisches Element mit hoher Qualität und einem Beitrag zum nachhaltigen Wohnen.
Projektinfo
Baujahr 2016
Bauherr privat
Projektleitung Igor Balyberdin, ab LPH5