Neuer Wohnraum im Frankfurter Hochhaus

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Im Frankfurter Westend wurde ein weiteres Projekt im Bestand erfolgreich realisiert. Das Gebäude blickt auf eine vielfältige Nutzungsgeschichte zurück: In den 1980er Jahren diente es noch als Tankstelle, später als Ausstellungsfläche und Teeladen. Zuletzt waren im 1. und 2. Obergeschoss Büroräume untergebracht, deren Nutzung aufgrund des Strukturwandels in der Innenstadt rückläufig war. Ziel war es, die leerstehenden Flächen in lebenswerten Wohnraum umzuwandeln.

Die tragende Gebäudestruktur sowie die vertikale Erschließung blieben dabei weitgehend erhalten. Die Umsetzung der Maßnahme stellte in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung dar – insbesondere durch den laufenden Betrieb der bestehenden Wohneinheiten in den oberen Geschossen sowie der gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss. Hinzu kamen erhöhte Anforderungen im Bereich Brandschutz aufgrund der Einordnung des Gebäudes als Hochhaus.

Im Zuge der Sanierung wurden gezielt energetische Optimierungen vorgenommen: Während die Süd- und Westfassaden eine innenliegende Wärmedämmung erhielten, wurden die übrigen Fassadenflächen mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ausgestattet.

Mit dem Umbau konnte nicht nur zusätzlicher Wohnraum geschaffen, sondern auch ein positives städtebauliches Signal gesetzt werden: Der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit Bestandsbauten bietet großes Potenzial – sowohl in sozialer als auch in energetischer und gestalterischer Hinsicht. Die Transformation zeigt, dass sich architektonische Weiterentwicklung und der Erhalt des ursprünglichen Charakters nicht ausschließen müssen.

Projektinfo

Baujahr 2020-2024
Bauherr privat
Projektleitung Jan Jüttemann, Lars Falger, Marcel Reimer